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Russland zieht Teile der Truppen aus Syrien ab

Russlands Präsident und Oberbefehlshaber Wladimir Putin hat Verteidigungsminister Sergej Schoigu angewiesen, die russische Gruppierung aus Syrien vom Dienstag an abzuziehen. „Die dem Verteidigungsministerium gestellten Aufgaben sind im Großen und Ganzen erfüllt“, erklärte der Staatschef am Montag in Moskau.

Die verbleibenden Truppen sollen „die wichtige Funktion der Kontrolle über die Feuereinstellung“ übernehmen und zur Entstehung von Bedingungen für den Friedensprozess beitragen, hieß es.

Die russische Luftwaffe hatte seit Ende September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen Stellungen der Terrororganisationen Daesh (IS), al-Nusra-Front und anderer in Syrien geflogen. Diese Terrorgruppen hatten in den vergangenen Jahren weite Teile des Landes erobert. Mit Hilfe der russischen Luftwaffe konnte die syrische Regierungsarmee die Terrorgruppen aus vielen Orten vertreiben.

Der Beschluss des Kreml über den Teilabzug der russischen Fliegerformationen aus Syrien zeigt nach Ansicht von Thomas Jäger, Professor am Lehrstuhl für Internationale Politik und Außenpolitik der Universität zu Köln, das Russland mit seinem militärischen Engagement bereits wesentliche Ziele erreicht hat.

Russian and Syrian servicemen line up near military jets during a ceremony dedicated to the withdrawal of Russian troops from Syria at Hmeymim airbase, Syria, March 15, 2016. REUTERS/Russian Ministry of Defence/Vadim Grishankin/Handout via Reuters

Trotz des eingeleiteten Truppenabzugs setzt Russland laut dem Verteidigungsministerium seine Luftangriffe gegen Daesh (IS) und andere Terrororganisationen in Syrien vorerst fort.

„Die russische Fliegergruppe  hat die Aufgabe, weitere Schläge gegen die Objekte der Terroristen zu fliegen“, teilte der russische Vize-Verteidigungsminister Nikolai Pankow am Dienstag auf dem russischen Flugplatz  im syrischen Latakia mit.

Mit Blick auf den von Präsident Wladimir Putin verordneten Teilabzug aus Syrien sagte Pankow, der russische Einsatz habe positive Ergebnisse gebracht: „Es gibt nun eine reale Chance, die jahrelange Konfrontation und Gewalt zu beenden.“

Seit dem 27. Februar gilt in Syrien eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen. Die von Russland und den USA vermittelte Feuerpause nimmt Angriffe auf die vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuften Gruppen aus. Zudem hat das russische Militär lokale Waffenstillstände zwischen Rebellen und Behörden vermittelt.

Ist das die Wende des Krieges in Syrien?

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