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Leidtragende Kurden in der Osttürkei und eingesperrte Journalisten

Der Krieg in der Osttürkei wird weiter geführt, fast niemand berichtet darüber!

Seit Wochen herrscht in der Provinz Diyarbakir in der Osttürkei der Ausnahmezustand.
Vor allem ist die zivile Bevölkerung massiv davon betroffen, die Gewalt steigt tagtäglich.

Die türkische Regierung verbreitet Erfolgsmeldungen. Doch Einwohner in den betroffenen Städten berichten von wachsender Not.
Anfang dieser Woche wurden 10’000 Soldaten sowie Panzer und andere schwere Verbände in diese Region verlegt, die Regierung verhängte in den meisten Orten eine Ausgangssperre.

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Die Soldaten gehen primär gegen die Bevölkerung vor und dringen mit Panzer in die Gassen rein, wo einige angebliche „Terroristen“ sich versteckt haben, welche nur ihr Hab und Gut beschützen wollen.

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Die Einwohner der Region berichten von wachsender Not. Seit einigen Tagen gäbe es keinen Strom, Wasser und Nahrungsmittel weil die Märkte geschlossen sind. Verletzte Personen können weder ins Spital gebracht werden, noch aus der Stadt raus. Sobald sich jemand auf die Strassen traut wird das Feuer auf diese Personen, von der Seite der Sicherheitskräfte aus, eröffnet.

Es findet ein andauernder Strassen und Häuserkampf statt, welcher von den Jugendlichen getragen wird, dessen Familien in den neunziger Jahren fast alles verloren haben.

Die Kämpfe in den letzten Monaten haben bereits mehr als 600 Tote gefordert. Regierung sei Dank…

Der Diktator Erdoğan schlägt überall zu und duldet keine Kritik. Denn zwei Redakteure eines linken Magazins wurde in Istanbul verhaftet, wegen Veröffentlichung einer Titelseite, die der Regierung nicht passt. Gleichzeitig wurden 58 Journalisten entlassen und 57 weitere mit der Anschuldigung verhaftet, sie wären eine „Terrorgruppe“. Was war der Anlass für die Verhaftung? Weil die Titelseite des Magazin die Schlagzeile trug: „Der Beginn eines Bürgerkrieges in der Türkei“. Im Leitartikel wurde zum Ausdruck gebracht, ein Sieg der AKP würde die Spannungen mit der kurdischen Minderheit erhöhen.

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Aber nicht nur Minderheiten und Journalisten werden vom Erdowahn Regime an ihrer Arbeit behindert, eingeschüchtert und verhaftet. Künstler ebenfalls. Wegen Regierungskritik werden sie in den Medien an den Pranger gestellt. „Die Künstler, die ihr Volk verachten“ titelt das regimetreue Propagandablatt „Sabah“ seine erste Seite.

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Auf der Titelseite von Sabah ist ein Bild von Fazil Say zu sehen, ein international renommierter türkischer Pianist und Komponist. Dieser hatte nach dem Wahlsieg der AKP am Sonntag getwittert: „Möge diese 13-jährige finstere Ära ein Ende finden und mögen wir erhellt werden. Möge jeder von uns dieses eine Leben in Gleichheit und Frieden leben können.“

Das wunderschöne Land wird dank Idioten vernichtet und in den Krieg gezogen.
Möge dieser Massenmord so schnell wie möglich aufhören…
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