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Japanischer Polizist wird zur beliebtesten Karnevalsmaske in Rio

Ein Japan erreicht in Brasilien Kultstatus: «O Japonês da Federal»

Der japanische Bundespolizist Newton Ishii hat in den brasilianischen Korruptionsfällen die Hosen an und sperrt einem nach dem anderen weg.
Die Brasilianer feiern ihn dafür, nun sogar als Karnevalsmaske in Rio.

 

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Beim sogenannten Petrobras-Skandals war Ishii stehts an vorderster Front.
Bei dem Skandal um Brasiliens staatlichen Ölkonzern sollen 723 Millionen Dollar Schmiergeld geflossen sein. Oft führte er die prominenten aus Wirtschaft und Politik ab– in Vollmontur und mit Sonnenbrille.
Vor dem Gebäude der Bundespolizei in Curitiba, wo die Ermittlungen laufen, warten Leute, um ein Foto mit Ishii zu schiessen. Das Lied über den Beamten ist in aller Ohren. Und jedes Kind kennt inzwischen den Ausspruch «Achtung, sonst klopft der Japaner an deine Tür».

Newton Ishii selbst ist jedoch auch nicht die Unschuld in Person.
2003 wurde der Brasilianer mit japanischer Abstammung intern bestraft, da er Beihilfe zum Schmuggel geleistet hatte.
Heute steht er zusammen mit anderen Beamten unter dem Verdacht, Details aus dem Verhör eines Kronzeugen an die Öffentlichkeit verraten zu haben.
Hinter der «Maske» ist vielleicht auch er mehr Brasilianer als Japaner.

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