Gefängnisaufstand in Mexico fordert 52 Tote

Gefängnisaufstand in Mexico fordert 52 Tote

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In Mexico hat ein Drogenkartell eine Revolte in einem Gefängnis losgelegt. 52 Menschen starben.

Die verfeindeten Häftlingsgruppen im Topo-Chico-Gefängnis legten in der Nacht Feuer, welches zum Aufstand führte. Erst 2 Stunden später konnte dieser beendet werden. Laut Polizei gelang jedoch niemandem die Flucht.

Besorgte Angehörige waren noch vor Sonnenaufgang zum Gefängnis geeilt und warteten verzweifelt auf Nachrichten. Einige warfen Steine auf die Polizisten, die den Eingang zum Gefängnis bewachten. Über dem riesigen Komplex hing eine dichte Rauchwolke.

“Wir wollen Informationen, nicht mehr. Wir wollen keine Lügen hören, sondern, dass sie uns die Wahrheit sagen”, sagte eine Frau im Fernsehen. “Wir brauchen die Liste mit den Toten und Verletzten”, sagte eine andere Frau.

Mexikos Gefängnisse sind chronisch überfüllt und wegen der häufigen Gewaltexzesse berüchtigt. Menschenrechtler kritisieren die Haftbedingungen.

Gouverneur Rodríguez machte die unzumutbaren Haftbedingungen am Donnerstag mit für die Revolte verantwortlich. Die von Präsident Enrique Peña Nieto angekündigte Reform des Strafvollzugs wurde bislang nicht in die Tat umgesetzt. Der Ausbruch von Drogenboss Joaquín “El Chapo” Guzmán aus einem vermeintlichen Hochsicherheitsgefängnis im vergangenen Juli hatte das ganze Justizsystem erschüttert.

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