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Gedankenschleifen

Zurzeit ist alles wie am Bahnhof. Ich stehe mitten in den Massen, Menschen drängen sich an mir vorbei, registrieren mich garnicht, sind nur darauf bedacht, schnell ihr Ziel zu erreichen. Und ich stehe dort, spüre, wie alles an mir vorbeirennt, spüre den Fahrtwind von einem Zug, der an mir vorbeirast. Und ich stehe immernoch da. Am gleichen Fleck. Und spüre den Fahrtwind. Es geht alles so schnell. Manchmal, da habe ich das Gefühl, immernoch zwölf zu sein, bunte T-Shirts mit Aufdrücken zu mögen und Bubble Tea richtig cool zu finden. Manchmal habe ich aber auch das Gefühl, Anfang dreißig zu sein, nicht so richtig zu wissen, ob mir Karriere oder Familie wichtiger ist, Teenager anstrengend und oberflächlich zu finden und ständig zu hinterfragen, ob ich die richtigen Entscheidungen in meinem Leben getroffen habe. Und die Wahrheit ist? Ich bin 17, ich bin mittendrin, und ich weiß nicht so richtig, wohin mit mir. Ich

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überlege mir, was ich nach dem Abitur machen möchte. Uni oder Hochschule? Erstmal ein Volontariat bei einer Zeitung? Bin ich überhaupt gut genug, um Journalistin zu werden? Schaffe ich überhaupt mein Abi? Was, wenn ich einfach abbreche und nach Kanada auswandere? Meine Gedanken sind eine riesige unendliche Schleife, aber diese Schleife verpackt kein vielversprechendes Gedankenpaket, sondern einfach nur Verwirrung und Verzweiflung. Manchmal versuche ich wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen. Ich kenne mich jetzt schon seit 17 Jahren – und ich weiß, dass ich viel zu viel über alles nachdenke. Über unnötige und unwichtige Dinge, aber auch über die großen Dinge. Über meine Zukunft, über meine Vergangenheit. Ich wäre gerne einer dieser Menschen, die im Moment leben und einfach alles beruhen lassen und alles auf sich zukommen lassen. Die Wahrheit ist aber, dass ich gerne einen Plan habe und Perspektiven und Sicherheit. Andererseits bin ich aber auch sehr spontan und impulsiv. Ich bin ein vernünftiger Freigeist. Oder so. Das kann anstrengend sein, für mich und auch für andere, und deswegen versuche ich, daran zu arbeiten, ich versuche mir eben einen Plan zu machen, den meine Gedankenschleife verlangt.

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