rosen

#BloggerFuerFluechtlinge

Hier kommt mein versprochener Post. Der Post, in welchem ich mich zur aktuellen Flüchtlingssituation äußern möchte.

Wie irosenhr vielleicht wisst, hat mein Vater türkische Wurzeln und meine Mutter ist Deutsche. Ich bin also irgendwie multikulturell aufgewachsen und Toleranz und Offenheit wurden mir von Anfang an eingetrichtert. Ich liebe es, mehr über fremde Kulturen zu erfahren, und kann überhauptkeinbisschen nachvollziehen, wenn jemand sich partout dagegen wehrt. So ist mir Rassismus schon immer absurd vorgekommen. Natürlich ist es irgendwie normal, dass man gewisse Vorurteile hat, vor diesen ganzen Einflüssen kann man sich garnicht schützen – aber ist es denn nicht irgendwie logisch, dass man abwägt, ob diese eigenen Vorstellungen vielleicht nicht generell gültig bzw. überhaupt reell anzutreffen sind? Um es ganz platt auszudrücken – es gibt überall dumme Menschen. Arschlöcher. Unanständige Menschen. Verbrecher. Et cetera. Eine kleine Gruppe, in einer großen Masse.
Fremdenhass gibt es schon immer, und es wird ihn wohl auch immer geben. Das Fremde, das Unbekannte, kann man nicht einschätzen, dann bekommt man noch von anderen irgendetwas erzählt – Vorurteile entstehen – und man errichtet sich seine persönliche Blockade. Doch vorallem in diesem Jahr war der Hass sehr groß – man erinnere sich an Pegida, Charlie Hebdo (dazu habe ich übrigens auch einen Post verfasst, lest ihn hier) – und jetzt eben die hitzige Asylantendebatte. Die Deutschen sind wütend. Die Asylpolitik, die aktuell betrieben wird, stimmt hinten und vorne nicht. Das ist berechtigte Wut, das verstehe ich und kann es auch nachvollziehen. Aber was ich nicht nachvollziehen kann sind die rassistsischen Äußerungen, die Pöbeleien, die Brandstiftungen, die hasserfüllten Kommentare auf Social Media, die Gewalt und all die Ungerechtigkeiten, die sich gegen die Asylanten richten, und nicht gegen das System, das kritisiert wird! Welche Logik erlaubt es, den Flüchtlingen, die sich, ob aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen, auf eine schwere, lange Reise gemacht haben, ihre gesamte Existenz und ihre Heimat hinter sich gelassen bzw. verloren haben, die teils schwer traumatisiert sind und monatelang mit konstanter Angst lebten, jetzt noch zusätzlich das Leben schwer zu machen?

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Auf dem Foto: Diese Rosen mit Botschaft haben Flüchtlinge in unserer Innenstadt verteilt. Es war ihre Idee, die sie mit Helfern verwirklicht haben.

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